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Systemische Methoden.im Coaching und in Supervision: Ein Überblick

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Wenn ich an systemische Methoden denke, fällt mir sofort ein, wie vielseitig und hilfreich diese Ansätze sein können. In der Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren und Familien, aber auch mit Teams, zeigt sich immer wieder, wie wertvoll eine systemische Perspektive ist. Sie hilft, komplexe Situationen besser zu verstehen und neue Wege zu finden. In diesem Blogbeitrag lade ich zu einer kleinen Exkursion durch die Welt des.systemischen Coachings und der Supervision. Dabei erzähle ich aus meiner Praxis, gebe praktische Tipps und erkläre, warum diese Methoden so besonders sind.



Was sind systemische Supervisionsmethoden?


Systemische Supervisionsmethoden sind Techniken, die darauf abzielen, das Zusammenspiel von Menschen in ihrem aufzuzeigen, zu verstehen und zu verbessern. Dabei geht es nicht nur um einzelne Personen, sondern um das ganze System – sei es eine Familie, ein Team oder eine Organisation. Ich finde es spannend, wie sowohl meine Klienten, aber auch ich durch gezielte Fragen und Perspektivwechsel oft ganz neue Einsichten gewinnen.


Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Ein Team im Schwarzwald hatte Schwierigkeiten, miteinander zu kommunizieren. Durch systemische Methoden konnten wir herausfinden, dass es nicht nur um einzelne Konflikte ging, sondern um unausgesprochene Erwartungen und Rollen, die sich über die Zeit eingeschlichen hatten. Mit einfachen Übungen und Gesprächen konnten wir diese Muster sichtbar machen und gemeinsam Lösungen entwickeln.


Typische Methoden sind:


  • Aufstellungen (z.B. Familien- oder Teamaufstellungen)

  • Zirkuläres Fragen (Fragen, die verschiedene Perspektiven beleuchten)

  • Genogramme (Familienstammbäume oder auch Timelines der Teamgeschichte)

  • Reflecting Team (ein Team beobachtet ein Subteam bei der Beratung und gibt Feedback)


Diese Methoden können helfen, festgefahrene Sichtweisen aufzubrechen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entdecken.


Eye-level view of a cozy consultation room with chairs arranged in a circle
Eye-level view of a cozy consultation room with chairs arranged in a circle


Systemische Methoden in der Praxis


In meiner täglichen Arbeit setze ich systemische Supervisionsmethoden flexibel ein. Je nachdem, ob ich mit Einzelpersonen, oder Teams arbeite, wähle ich die passenden Werkzeuge aus. Wichtig ist mir dabei immer, dass die Methoden leicht verständlich sind und sich gut in den Alltag integrieren lassen. Ein wenig Spaß darf es auch machen


Ein Beispiel: Bei einer Führungskraft, die sich überfordert fühlte mit der neuen Rolle als Leitung, habe ich mit zirkulärem Fragen gearbeitet. Ich habe sie gebeten, die Situation aus der Sicht ihrer Mitarbeiter, ihres Chefs und sogar ihrer Familie zu betrachten. Das hat ihr geholfen, die verschiedenen Erwartungen besser zu verstehen und ihre eigenen Prioritäten neu zu setzen.



Meine Tipps für den Einsatz systemischer Methoden:


  1. Bleib offen für neue Perspektiven. Manchmal hilft es, die eigene Sichtweise bewusst zu hinterfragen.

  2. Nutze Visualisierungen. Bilder oder Aufstellungen machen Beziehungen und Dynamiken sichtbar.

  3. Arbeite mit Fragen, nicht mit Lösungen. Gute Fragen regen zum Nachdenken an und fördern Eigenverantwortung.

  4. Sei geduldig. Veränderungen brauchen Zeit und kleine Schritte.


Diese Herangehensweise macht systemische Supervision zu einem kraftvollen Werkzeug, um Herausforderungen zu meistern.



Was ist der Unterschied zwischen Supervision und Coaching?


Oft werde ich gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen Supervision und Coaching liegt. Für mich ist das eine wichtige Frage, denn beide Begriffe werden häufig durcheinandergebracht.


Coaching ist meist zielgerichtet und lösungsorientiert. Hier geht es darum, konkrete Probleme zu klären und Entscheidungen zu treffen. Ich sehe Beratung als eine Art Wegweiser, der hilft, den nächsten Schritt zu finden.


Supervision dagegen ist eher ein langfristiger Prozess, der Reflexion und Entwicklung fördert. In der Supervision schauen wir gemeinsam auf das eigene Handeln, die Beziehungen und die Arbeitsbedingungen. Es geht darum, das eigene Verhalten besser zu verstehen und zu verbessern.


Ein Beispiel für Coaching: Eine Lehrerin kam zu mir, weil sie sich im Umgang mit schwierigen Schülern unsicher fühlte und nicht mehr fachlich gut agierte. Im Coaching haben wir konkrete Strategien erarbeitet mit solchen Situationen umzugehen. Wir dann tiefer geschaut, welche Muster sich in ihrem Verhalten zeigen und wie sie ihre Rolle entspannter gestalten kann.


In einem anderen Fall begleite ich ein Schulteam langfristig im Alltag - ein klassisches Supervisionssetting.


Beide Settings ergänzen sich wunderbar und können je nach Situation einzeln oder kombiniert eingesetzt werden.






 
 
 

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